Microformats – Einleitung
Jeder kennt rel=nofollow. Naja vielleicht nicht jeder, meiner Mutter sagt das vielleicht nix, aber sonst jeder, oder? Se famous rel=follow gehört zu den sog. Mikroformaten. Diese sind im Prinzip nichts anderes zusätzliche Informationen für HTML Elemente (class-, rel- oder rev-). So können z.B. Suchmaschinen die zugewiesenen Werte in den Microformats auslesen und die Information entsprechend verarbeiten und bewerten.
Jeder, der sich mit HTML und CSS beschäftigt hat, hat sicher schon z.b . einer h1 überschrift folgende Klasse: <h1 class="meineklasse"> zugewiesen. Das ist zwar recht schön, weil meineklasse in den Stylesheets definiert wurde und beschreibt, wie eine h1 Überschrift den so auszusehen hat. Doch Bots oder HTML-Parser interessiert das eher peripher, weil nicht standardisiert. Microformats sind also standardisierte Formate, die weitverbreitet verwendet werdn. Wobei hier Standard relativ ist…
Interessante Einsatzgebiete für den (menschlichen) User (z.B. Plugins für Firefox) werden z.B. hier beschrieben.Â
2 interessante Formate & Einsatzgebiete
1. rel=nofollow
Google, Webspam, Pagerank, Schutz. Die Stichworte beschreiben so circa das “berühmteste” Microformat. Im Prinzip nimmt man so einem Link den Wert und Bedeutung, die er für z.B. Suchmaschinen hat. Leider hat sich diese spannende Information noch nicht bei allen spambots durchgesprochen. Falls also jemand “botisch “kann, bitte in den Kommentaren posten.
Beispiel: <a href=http://www.stinkfadewebsite.at rel=nofollow>
2. rel=tag
Sagt im Prinzip: “Dieser Link führt zu einer Seite mit weiteren Links zum gleichen Tag und somit relevanten Themen. Tags und Tagcloud etc. sind ja totschick, web2.0 und so, doch für SEO Interessierte stellt sich nun folgende Fragen:
- Wenn man Artikel ”tagt”, soll man diesen Links dann lieber rel=nofollow geben (Double Content uns so)?
- Welchen Infos soll man dem Googlebot bei “Ergebnisseiten” von Tags liefern: nofollow, noindex oder doch nicht?
Diese ganzen Tags generieren natürlich Unsummen an Seiten mit Inhalten, die es ja schon woanders gibt, das darf man nicht vergessen.
Ich hab mir dazu Seiten wie blogger, technorati angesehen, wie das dort gelöst wurde:
- Tags, Labels bekommen rel=tag
- Die Ergebnisseiten sind entweder index, follow (Blogger) bzw. index, nofollow (Technorati – Also Sackgassenseiten)
Google hat sich ja auch schon mehrmals zu den Schauermärchen um Double-Content geäußert: http://googlewebmastercentral-de.blogspot.com/2007/06/duplicate-content-session-auf-der-smx.html
Fragen, die ich noch nicht wirklich beantworten konnte:
- Gibt es irgendwie negative Auswirkungen, wenn es zuviele Tags/Seite gibt?
- Sind Tag-”Ergebnisseiten” ähnlich zu behandeln, wie Suchergebnisseiten – Blickrichtung Adsense & Guidelines?
Falls hierzu jemand Infos hat, würd ich mich über Kommentare freuen.
Interessante Links:
http://microformats.org/wiki/Main_Page (“offizielles” Wiki)
Das rel=nofollow Tag hatte seine Chance gehabt. Aber leider nicht genützt.
Geplant war ja eigentlich gewesen, durch breites Einsetzen von rel=nofollow — wie zB hier bei den Kommentaren — den diversen Spammern in Gästebüchern, Blogs oder Foren den Hahn abzudrehen.
(Wobei man sich hier die eigentlichte Frage stellen müsste, ob ein Spammer tatsächlich auf PageRank aus ist, oder ob ihn nicht die Links an sich schon genug interessieren…)
Der Prozentsatz jener, die das in der Anfangszeit (und auch bisher) umgesetzt haben, hat leider (bei weitem) nicht ausgereicht, um den Spammern auch nur halbwegs ein Bein zu stellen.
Für meinen Teil betrachte ich die Initiative daher als gescheitert.
Da stimme ich dir grundsätzlich zu. Wichtiger als Lösungen von “oben”, wie z.B. Trustrank & Co(http://www.webmaster-blog.at/?p=32), wäre eine sinnvolle Implementierung von Spamschutzmaßnahmen bei allen OpenSourcen Foren, Blogs, CMS etc. bzw. eine massive Aufklärung von den Milliarden Hobbyusern, die nur mal eben schnell einen Blog oder Forum aufsetzen.
Alleine wenn jedes Gästebuch etc. ganz einfache Schutzmaßnahmen wie rel=nofollow einbauen würde, brächte am Meisten.
Wenn ich mir z.B. den “Spamschutz” bei der Originalinstallation von phpBB2 anschaue, ist der Schutz ohne Plugins unzureichend…
WordPress ist mmn. schon sehr gut geschützt von Beginn an.
Hab ich da irgendein Update verpasst? In meinem Blog krieg ich momentan pro Tag etwa 20 – 30 Spam-Einträge zugeschickt. Du (noch) nicht?
Akismet, ist von anfang an dabei, muss nur aktiviert werden mit dem API Key – ich hab js antispam, funkt wunderbar